Native Hämo-Analyse mittels BukoVitaN®-Mikroskopie
Vitalblut-Untersuchung und strukturerhaltende Zelldarstellung
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Grundlagen & Besonderheiten von BukoVitaN®
Was ist BukoVitaN®?
BukoVitaN® ist eine speziell entwickelte, sterile Nährlösung für die optische Blutmikroskopie (insbesondere Phasenkontrast- und Dunkelfeldmikroskopie). Da das Medium vollständig ohne Konservierungsstoffe auskommt, bietet es ideale physiologische Bedingungen für die Untersuchung und verlängerte Beobachtung von Blutzellen sowie von Mikroorganismen (z. B. Bakterien, Protozoen, Pilzen und Würmern).
Die Kernvorteile der BukoVitaN®-Anwendung:
- Erweiterter Interzellularraum: Durch den gezielten Verdünnungseffekt vergrößert sich der Abstand zwischen den Erythrozyten. Die Sicht auf einzelne Zellstrukturen und das Plasma wird frei und klar.
- Strukturerhalt & Schutz: Das Medium stellt den Zellen Energie bereit, stabilisiert ihre Morphologie und schützt das Präparat vor vorzeitigem Eintrocknen.
- Praxisnahe Entwicklung: BukoVitaN® entstand aus der Anforderung heraus, bestehende Einschränkungen herkömmlicher Untersuchungsmethoden zu überwinden und verlässliche Bedingungen zu schaffen.
Standardisierung & Mobilität
Für viele Patienten ist der Weg in die Praxis für eine direkte Vitalblutuntersuchung schwer machbar. BukoVitaN® wurde so konzipiert, dass Blutproben nach einer kurzen Vorbehandlung stabil bleiben und unkompliziert versendet werden können.
Ein entscheidender Fortschritt: Bisher fehlten in der nativen Blutmikroskopie weitgehend einheitliche Standards. Durch das BukoVitaN®-Protokoll und die exakte Einhaltung von Parametern (Einwirkzeit, Temperatur und Medium) wird eine hohe Reproduzierbarkeit erreicht. Dies ermöglicht erstmals einen fundierten, fachlichen Austausch und kollegialen Diskurs über vergleichbares Bildmaterial.

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Präanalytik & Probenvorbereitung
A) Lagerung der Reagenzien
- Standard: Unbenutzte BukoVitaN®-Röhrchen/Spritzen sind permanent gekühlt bei 4–8 °C zu lagern.
B) Probenmaterial & Entnahme
- Primärmaterial: Kapillarblut (idealerweise aus der seitlichen Fingerbeere).
- Alternative Substanzen: Venöses Vollblut sowie andere Körperflüssigkeiten (z. B. Speichel, Sputum, Liquor, Urin oder Synovialflüssigkeit).
- Präparations-Sicherheit: Starker Druck beim Punktieren („Melken“ der Fingerbeere) ist zwingend zu vermeiden. Mechanische Scherkräfte führen zu In-vitro-Hämolysen und morphologischen Artefakten (wie z. B. Artefakt-Echinozyten).
C) Ablauf der Probenahme (Kapillarblut)
- Vorbereitung: Die blaue Verschlusskappe kontaminationsgeschützt an einem sauberen Arbeitsplatz ablegen.
- Entnahme: 4 bis 5 Tropfen Kapillarblut direkt in die mit BukoVitaN®-Medium befüllte Spritze einsaugen.
- Visuelle Endpunkt-Kontrolle: Der Ansaugvorgang ist beendet, sobald die Suspension eine ausreichend rotgesättigte Farbe und Trübung aufweist (keine Transparenz mehr vorhanden).
- Entlüftung: Spritze vor dem Verschließen gerade nach oben halten und Luftblasen vollständig aus dem Spritzenkonus entlassen.
- Versiegelung: Die Spritze/das Röhrchen mit der Verschlusskappe kontaminationsfrei verschließen.
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Konditionierung & Stabilisierungsphase
- Inkubation: Die befüllten Probenröhrchen werden unmittelbar nach der Entnahme für mindestens 12–24 Stunden (optimal: 3 Tage) im Kühlschrank gelagert. Nach dieser initialen Stabilisierung ist die Probe voll transportfähig (Versand) oder bereit für die Analyse.
- Haltbarkeit: Je nach individueller zellulärer Resistenz der Patientenprobe variiert die Stabilität. Als Richtwert gilt eine gekühlte Lagerungsdauer von maximal 10 Tagen.
- Wichtiger Hinweis: Mikrobielle Kontaminationen während der Abnahme verkürzen die Haltbarkeit der Suspension drastisch („Umkippen“ der Probe).
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Präparation des Mikroskopie-Präparats
Für die optische Auswertung sind absolut staub-, schlieren- und fettfreie Objektträger sowie Deckgläser erforderlich. Kontaminationen durch Aerosole, Hautfette, Textilfasern oder Raumstaub müssen strikt vermieden werden.
- Auftragung: Einen definierten Tropfen (ca. 10–20 µl) der homogenisierten BukoVitaN®-Blutmischung zentral auf den Objektträger applizieren.
- Abdeckung: Das Deckglas vorsichtig und planparallel auflegen. Keinen mechanischen Druck ausüben, um Quetsch-Artefakte zu vermeiden.
- Zelldichte-Regulierung (Monolayer): Sollte die Schicht zu dicht sein, überschüssige Flüssigkeit durch vorsichtiges Anlegen eines Zellstofftuches an die Deckglaskante absaugen, bis sich eine homogene, einschichtige Zellverteilung einstellt.
- Dimensionierung: Um vorzeitiger Eintrocknung (Evaporation) über 24 Stunden vorzubeugen, Deckgläser der Dimension 22 mm × 22 mm oder größer verwenden (eher keine Kleinformate wie 18 mm × 18 mm).
- Empfehlung: Nach Möglichkeit ein zweites Präparat als Backup anlegen und bis zur Nutzung lichtgeschützt lagern.
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Analytische Varianten & Kinetik
Die Kinetik beschreibt das zeitliche Verhalten und die Veränderung der Probe im Beobachtungsverlauf.
Variante A: Kaltvariante (Standard-Kinetik)
- Durchführung: Native Mikroskopie direkt nach Entnahme aus der Kühlung bei Raumtemperatur.
- Messzeitpunkte:
- Basis-Evaluation: Initial (0 Std.) / nach 3 Stunden / nach 24 Stunden
- Optionales Screening: Nach 6 Stunden und/oder nach 48 Stunden (2 Tage)
Variante B: Warmvariante (Fieber-Simulation & Aktivitäts-Trigger)
- Durchführung: Die verschlossene Proben-Suspension wird nach der initialen Kühlschranklagerung für 3 Stunden bei 39,7 °C inkubiert (bebrütet).
- Ziel: Thermische Provokation zur Darstellung kryptischer (verborgener) intrazellulärer Erreger oder temperaturabhängiger Zellphänomene. Anschließend erfolgt die Eindeckung und Mikroskopie bei Raumtemperatur.
- Messzeitpunkte: Analog zur Kaltvariante (0 Std. / 3 Std. / 24 Std.).
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Dunkelfeldmikroskopie & Phänomenologie
Die Besonderheit der Dunkelfeld-Optik
Durch den Einsatz eines Dunkelfeldkondensors wird das direkte Licht am Objektiv vorbeigeleitet. Lediglich das von den Strukturen abgelenkte Licht gelangt in die Optik. Das Resultat sind hohe Kontraste: Feine Zellstrukturen erscheinen hell leuchtend auf dunklem Grund – ganz ohne schädigende Anfärbungen.
Spezifische Kamera-Einstellung: Das Kameraprofil wird so abgestimmt, dass Blautöne gegenüber Rottönen dominiert werden. Dies ermöglicht eine noch feinere optische Differenzierung von Binnenstrukturen.
Befundcharakteristika im Kinetikverlauf
- Kinetische Dynamik: Zu Beginn (0 Std.) zeigen immunkompetente Zellen (Leukozyten, Granulozyten) meist eine hohe Vitalität und Beweglichkeit. Spezifische pathogene Strukturen oder abweichende Morphotypen treten häufig erst zeitverzögert im Verlauf der Beobachtung hervor.
- Rheologie: Fibrin zeigt sich typischerweise als verfilzte Netzwerke oder Fäden-Knäuel.
- Zellintegrität: Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten bleiben durch das Nährmedium lange stabil. Sekundäre Destruktionen der Zellmembranen im weiteren Zeitverlauf können jedoch auf persistierende oder „schlüpfende“ Erreger hinweisen.
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Diagnostische Einordnung (z. B. bei Borrelien)
Die Erregerdiagnostik (z. B. bei Borrelien-Spezies oder Erregern des Rückfallfiebers) ist komplex. Es gibt derzeit kein einzelnes schulmedizinisches Testverfahren, das alle Stämme lückenlos erfasst. Da serologische Antikörpertests methodische Schwächen aufweisen, erhöht erst die Kombinationsdiagnostik die Nachweiswahrscheinlichkeit.
Die BukoVitaN®-unterstützte Mikroskopie bietet hier eine robuste und praxisnahe Ergänzung: Im Vergleich zu hochsensiblen molekularbiologischen Verfahren (wie der PCR), die sehr spezifische Parameter benötigen, ist die optische Analyse im Dunkelfeld/Phasenkontrast weniger störanfällig gegenüber äußeren Einflüssen.
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Bezugsquellen & Gebindegrößen
BukoVitaN® kann direkt per E-Mail-Bestellung bezogen oder im Online-Shop von Trendstyle geordert werden.
Verfügbare Gebindegrößen (1 Set = 2 Röhrchen):
- 1 Set: Trendstyle Online-Shop – 1er Set
- 10 Sets: Trendstyle Online-Shop – 10er Set
- 20 Sets: Trendstyle Online-Shop – 20er Set
- 50 Sets: Trendstyle Online-Shop – 50er Set
- 100 Sets: Trendstyle Online-Shop – 100er Set

Kann ich BukoVitaN® auch bei der Hellfeld-Mikroskopie verwenden?
Auf jeden Fall. Gerade wenn man Würmer im Hellfeld beobachten möchte, ist es ratsam, das Blut zu verdünnen. Sonst hat man oft eine Art Erbsensuppe, durch die sich ein Wurm hindurchquält. Auch für Stuhluntersuchungen kann es recht hilfreich sein, die Probe zu verdünnen.
